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Beste Punktesammler der Saison 2025/26

Jede Saison stechen einige Spieler besonders heraus. 2025/26 war es – vor allem zu Beginn – Bassem Amin, der mit 7 aus 7 startete. Aber auch Jan-Krzysztof Duda und Pavel Eljanov spielten, wie einige andere auch, eine hervorragende Saison. 

Bassem Amin spielte alle 15 Runden für Viernheim und sammelte sehr starke 11,5 Punkte. Neben ihm: Dennis Wagner, der ebenfalls immer dabei war, und Dinara Wagner. | Foto: Stefan Liebig

Die in Berlin ausgetragene Zentrale Endrunde war ein vielbesuchter und begeisternder Abschluss einer Schachbundesliga-Saison in einem beeindruckenden Ambiente. Nachstehend sollen die Einzelleistungen der Spieler betrachtet werden. Um diese Einzelergebnisse trotz unterschiedlicher Einsatzhäufigkeit, unterschiedlicher Gegner und Punktausbeute vergleichbar zu machen, dient die Performance als zentrale Größe. In der Regel werden nur Spieler mit mindestens sieben Einsätzen berücksichtigt. Einzelne prominente Ausnahmen mit geringerer Partienzahl ergänzen das Bild.

Amin bester unter den Dauerbrennern

Als erfolgreichster Punktesammler der Saison erwies sich Bassem Amin, der für den SC Viernheim gemeldet war und am elften Brett in sämtlichen 15 Runden zum Einsatz kam. Mit 11,5 Punkten erzielte er die höchste Ausbeute aller Spieler und startete dabei mit einer beeindruckenden Serie von sieben Siegen in Folge. Neben ihm absolvierte lediglich Dennis Wagner ebenfalls alle Begegnungen, blieb jedoch mit zwei Punkten Rückstand deutlich hinter Amin. Während Wagner dies ein Elo-Minus von sieben Punkten einbrachte, konnte Amin dank einer Performance von 2707 insgesamt 13 Elo-Punkte hinzugewinnen.

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Viernheimer Power: Jorden van Foreest, Yagiz Kaan Erdogmus, ParhamMaghsoodloo und Shakhriyar Mamedyarov. | Foto: Stefan Liebig

Innerhalb der Viernheimer Mannschaft ragten darüber hinaus mehrere Spieler durch noch höhere Performancewerte heraus. So erreichte Jan-Krzysztof Duda am Spitzenbrett mit 6 Punkten aus 8 Partien eine Performance von 2830. Auch Jorden van Foreest (6,5 aus 9, Performance 2742), Shakhriyar Mamedyarov (7 aus 11, Performance 2725) und Alexey Sarana (9,5 aus 13, Performance 2717) überzeugten mit konstant starken Ergebnissen an den oberen Brettern. David Antón Guijarro kam zwar nur auf vier Einsätze, erzielte dabei jedoch 3 Punkte und erreichte eine Performance von 2711.

Insgesamt standen 19 Spieler in allen Runden am Brett. Unter ihnen konnte Andrei Volokitin für den SV Wolfhagen ebenfalls ein Elo-Plus von 13 Punkten verbuchen. Mit 8,5 Punkten blieb er zwar hinter Amin zurück, erzielte dieses Resultat jedoch überwiegend am Spitzenbrett, was die Leistung zusätzlich aufwertet. Während Amin und Wagner meist an den Brettern fünf bis acht eingesetzt wurden, spielte auch Volokitins Teamkollege Volodymyr Onyshchuk in diesem Bereich und kam auf 10 Punkte aus 15 Partien, was ihm ein Elo-Plus von 8 einbrachte.

Auch die geschlossene Mannschaftspräsentation des SK Kirchweyhe fällt auf: Die ersten acht gemeldeten Spieler verpassten zusammen lediglich 14 Partien, sodass nur fünf Ersatzspieler eingesetzt werden mussten. Mit Ivan Saric, Erik van den Doel, Sasa Martinovic und Hrvoje Stevic absolvierten gleich vier Spieler sämtliche Runden. Letzterer war mit 9,5 Punkten zugleich der erfolgreichste Punktesammler seines Teams.

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Dimitrij Kollars im Interview mit Katharina Reinecke und Sonja Bluhm vom Bluhmecke-Podcast. | Foto: Carolin Köpp

Deutsche Bilanz

Aus deutscher Sicht überzeugte eine Reihe von Spielern durch konstante Ergebnisse. Alexander Donchenko erzielte für Baden-Baden 10 Punkte aus 15 Partien bei ausgeglichener Elo-Bilanz. Rasmus Svane kam auf 9 Punkte und verbesserte sich um 12 Elo, während Dmitrij Kollars mit 8 Punkten ein leichtes Minus von drei Punkten hinnehmen musste. Weitere solide Resultate lieferten Leonardo Costa mit 6,5 Punkten und einem Plus von 5 sowie Martin Krämer mit 6 Punkten bei einem Minus von 9 und Lukas Winterberg mit 4,5 Punkten und einem Minus von 19. Besonders auffällig war Luis Engel, der zwar zwei Runden verpasste, aber mit einer Performance von 2704 an den Brettern drei bis fünf ein deutliches Elo-Plus von 22 erzielte.

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Gute Laune führte zu fünf Punkten am Endrunden-Wochenende für den HSK (v.l.n.r.): Leon Lucas Mendonca, Niclas Huschenbeth und Luis Engel. | Foto: Reinhard Ahrens

Auch Matthias Blübaum war nahezu durchgehend im Einsatz. Seine Abwesenheit in den Runden neun und zehn ist durch parallele Verpflichtungen im Kampf um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft erklärbar. Insgesamt erreichte er eine ausgeglichene Punktebilanz von 50 Prozent, wobei ein Sieg gegen Aleksandar Indjic eine frühe Niederlage gegen Haik Martirosyan kompensierte. Trotz Einsätzen am Spitzenbrett verlor er dabei lediglich vier Elo-Punkte.

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Zuschauermagneten: Viswanathan Anand und Vincent Keymer spielten leider nur selten in dieser Saison für Baden-Baden. | Foto: Stefan Liebig

Vincent Keymer hingegen kam nur zu Beginn und am Ende der Saison zum Einsatz, da er anderweitig verpflichtet war. Erst zur Endrunde stieß er wieder zur Mannschaft, nachdem er zuvor ein Online-Turnier beendet hatte. Seine vier Remispartien führten zu einem Verlust von fünf Elo-Punkten. Aufgrund personeller Engpässe wurde er dennoch an den Spitzenbrettern eingesetzt, während namhafte Spieler wie Alireza Firouzja, Anish Giri und Levon Aronian gar nicht zum Einsatz kamen. Viswanathan Anand bestritt ausschließlich die Partien der Endrunde und erreichte dort drei Remis; sowohl er als auch Keymer beendeten ihre Einsätze in Berlin ohne Sieg oder Niederlage.

Zudem hatte die OSG Baden-Baden zwei kampflose Partieverluste zu verzeichnen, was sich letztlich sogar auf die Mannschaftswertung auswirkte und im Titelrennen eine nicht unerhebliche Rolle spielte.

Beste Perfomance-Leistungen

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Pavel Eljanov war Punktegarant im Abstiegskampf. Er erzielte 9 aus 13 für den MSA Zugzwang. Hier in der Partie gegen Volodar Murzin. | Foto: Harald Vitz

Zu den weiteren herausragenden Einzelleistungen zählen unter anderem Pavel Eljanov, der am Spitzenbrett von MSA Zugzwang 9 Punkte aus 13 Partien erzielte und eine Performance von 2768 erreichte, sowie David Navara mit 5,5 aus 8 (Performance 2765), Kirill Alekseenko mit 8 aus 12 (Performance 2751), Maksim Chigaev mit 5,5 aus 8 (Performance 2745), Lucas van Foreest mit 5,5 aus 7 (Performance 2709) sowie Casper Schoppen mit 9 aus 13 (Performance 2706).

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Casper Schoppen spielte eine starke Saison für den Ex-Meister Düsseldorfer SK. | Foto: Anna-Blume Giede

Für besonderes Aufsehen sorgte Arjun Erigaisi, der für Deggendorf lediglich vier Partien bes|tritt, daraus jedoch 3,5 Punkte holte und mit einer außergewöhnlichen Performance von 2928 den Spitzenwert der Saison erzielte. Knapp dahinter lag Nihal Sarin, der mit ebenfalls 3,5 Punkten aus vier Partien am zweiten Brett von Baden-Baden eine Performance von 2888 erreichte.

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