Am 21. und 22. März: letzte Doppelrunde vor Bundesligafinale
Noch eine Woche bis zum Start des Kandidatenturniers in Zypern und die Schachwelt schaut erst noch mal in die Schachbundesliga: Auf den ersten Blick sieht alles klar aus – der SC Viernheim zieht einsam seine Runden an der Tabellenspitze und die Abstiegsränge sind schon vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Doch der Blick in die Tabelle zeigt, dass noch viele direkte Duelle - oben wie unten - anstehen und es durchaus noch wichtige Veränderungen geben kann. Am Wochenende wird in Viernheim, Hamburg (beim HSK), Baden-Baden und Deizisau gespielt und die Teams werden versuchen, sich für das große Bundesligafinale in Berlin vom 24. bis 26. April in eine gute Position zu bringen.
Die Münchener haben zuletzt gepunktet sind im Abstiegskampf aber weiter im Zugzwang - vier Punkte müssen zum rettenden Ufer aufgeholt werden. | Foto: Sandra Schmidt
Ausrichter SC Viernheim
Eines der noch ausstehenden wichtigen Duelle ist das hessische Aufeinandertreffen zwischen dem südhessischen Tabellenführer SC Viernheim und dem starken Aufsteiger aus dem Norden des Bundeslandes, den Schachfreunden Wolfhagen. Zwar spielen beiden Teams am Wochenende in Viernheim, das direkte Aufeinandertreffen der Reisepartner findet aber erst bei der Berliner Endrunde statt. Am Wochenende aber müssen sich beide Teams mit dem Tabellenvierten, dem FC Bayern München, und dem Erigaisi-Club SV Deggendorf auseinandersetzen. Keine leichten Aufgaben und sicher der spannendste Spielort am Wochenende, was die vorderen Tabellenplätze angeht.
Ausrichter OSG Baden-Baden
im Kulturhaus Lichtentaler Allee 8 (LA8) trifft der vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelte SC Heimbach-Weis-Neuwied gleich mit drei Mannschaften zusammen, die schon deutsche Meistertitel auf ihrem Briefbogen führen. Gegen den Gastgeber muss der Tabellenzehnte nicht antreten, sondern er bekommt es - wie auch der Gastgeber, nur in anderer Reihenfolge - mit den nur zwei Punkte besseren Solingern und den punktgleich auf Rang 13 stehenden Titelverteidigern aus Düsseldorf zu tun. Was für Heimbach-Weis-Neuwied zwei etwa gleichwertige Gegner darstellt, sollte aus Baden-Badener Sicht keinen weiteren Stolperstein darstellen. Denn die beiden Punktverluste gegen Bayern München und die Schachfreunde Deizisau schmerzen beim Blick auf die Tabelle. Die zwei Punkte sind aber in Anbetracht des noch ausstehenden direkten Duells in Berlin eventuell noch aufzuholen. Wenn der Abstand allerdings noch weiter anwachsen sollte, wird es unwahrscheinlich, dass die OSG noch ernsthaft um Platz 1 spielen kann.
Ausrichter Schachfreunde Deizisau
Fast könnte man schon von letzten Chancen sprechen, zumindest aber sehr wichtige Spiele stehen in Deizisau an. Der bislang nicht sonderlich zufriedene Gastgeber sollte dringend Punkten, denn die vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze könnten ansonsten gefährlich zusammenschmelzen. Denn die drei zurzeit auf den Abstiegsplätzen stehenden Teams USV TU Dresden, MSA Zugzwang und SF Berlin werden in den direkten Duellen auf jeden Fall punkten (zumindest zum Teil). Andersherum ist es für diese drei Teams die große Chance sich für das Finale in Berlin noch eine theoretische Perspektive auf den Klassenerhalt zu erspielen. Der MSA Zugzwang steht mit vier Punkten noch einen Punkt besser in der Tabelle als die Berliner und die Dresdener gegen die die Münchener am Samstag und am Sonntag antreten werden.
Ausrichter Hamburger SK
Vier Nordduelle gibt es in Hamburg am Wochenende: Zum Auftakt trifft der HSK, der sich auch im Feld der 8-Punkte-Teams kurz vor der Abstiegszone befindet, auf den SV Werder. Die Bremer stehen mit 50 Prozent komfortabel in der Tabellenmitte - punktgleich mit dem bislang ohne Carlsen gut zurecht gekommenen FC St. Pauli. Der Kiezclub spielt gegen den SK Kirchweyhe, der mit 9 Punkten wohl nur noch theoretische Abstiegsgefahr verspürt - allerdings beim Bundesligafinale gegen Berlin und Dresden noch punkten sollte.
Hier die Begegnungen des kommenden Wochenendes im Überblick:
Tabelle nach 10 Spieltagen:




