War das die Rettung?
Der internationale Meister Ilja Schneider spielt für die SF Berlin in der Schachbundesliga und wird wie in der Saison 2008/09 auf der Webseite der Schachbundesliga über die Kämpfe seines Vereins berichten. Der 25-jährige ist regelmäßig auf Turnieren unterwegs und berichtet darüber auf seinem Blog "Schachzoo": pointiert und schachlich lehrreich.
Von Ilja Schneider
Am vorletzten Bundesligawochenende in Hamburg trug das das Match der SF Berlin gegen die SG Turm Trier in Sachen Abstiegskampf schon quasi entscheidenden Charakter. Bei einem Sieg konnte der Klassenerhalt bereits bejubelt werden, bei einer Niederlage hieß es weiterzittern. Dies alles nach dem damaligen Informationsstand natürlich.
Wie in den letzten Tagen auf der Schachbundesligaseite nachzulesen war, ist bei Tegernsee ja ein "Rückzug vom Rückzug" durchaus denkbar, was den 13.Platz (andere mögliche Rückzüge ausgenommen) wieder zu einem Abstiegsplatz degradiert. Auch ohne diese Information ist allerdings die Mannschaft aus Trier nominell - sagen wir mal - sehr ungewöhnlich für die vorliegende Konstellation angetreten. Es spielten nur vier der ersten acht gemeldeten Spieler und Brett 8 wurde vom Jugendbrett Maxim Korman verwaltet, der allerdings am Sonntag den Hamburger Niklas Huschenbeth schlagen konnte.
Vielleicht machte sich auf diese Weise in unseren Reihen zu frühzeitige und zu große Erleichterung breit. Was soll schon passieren im Duell einer der effektivsten gegen eine der ineffektivsten Mannschaften der Liga (Verhältnis MP/BP; Berlin mit drei 4,5:3,5-Siegen, Trier dagegen bereits mit sechs entsprechenden Niederlagen). Kaum nötig zu erwähnen also, dass auch dieses Match mit 4,5:3,5 endete... nur leider aus unserer Sicht nicht ganz für das richtige Team! Irgendwie selber schuld, wie die folgenden Partieausschnitte zeigen werden.
Als erstes endete die Partie von Normunds Miezis in folgender Stellung remis:
Miezis,Normunds (2557) - Cyborowski,Lukasz (2504)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 28...a6:
Hier ist zwar noch richtig viel Leben in der Bude, aber man wird irgendwie den Eindruck nicht los, dass Weiß insgesamt wohl doch etwas mehr riskiert. Er hat ein paar schwache Bauern, das Zentrum unterliegt der Blockade und der Vorstoß d4 ist nicht möglich, da der dann entstehende f-Freibauer den Weißen umbringen wird. Rybka schlägt als besten Zug 29.a5!? vor, aber Normunds wird darüber nicht wirklich nachgedacht haben. ½-½
Als nächstes endete die Partie ihres Berichterstatters gegen Rüdiger Seger ebenfalls friedlich. Es klingt zwar lächerlich, aber ich hatte mich auf dem Weg nach Hamburg erst im Containerhafen, dann in der Speicherstadt und zuletzt auf der Parkplatzsuche im Bahnhofsviertel, wo das Mannschaftsessen angesetzt war, verirrt, und der Adrenalinspiegel konnte nicht rechtzeitig vor Partiebeginn wieder auf den Normalwert kommen. Das Remis war in allen Belangen eher glücklicher Natur.
Am Nebenbrett hatteArnd Lauber unterdessen schnell einigen Eröffnungsvorteil erzielt. Er hatte einen guten Läufer gegen einen wackligen Springer, die bessere Bauernstruktur und etwas Spiel gegen den unrochierten König. Leider waren zuwenig Figuren auf dem Brett und es löste sich alles so langsam in Wohlgefallen auf. Arnd konnte sich nur damit trösten, dass nach der Partie auch das schnelle Durchklicken mit Fritz keinerlei produktiven Vorschläge ergab.
Auch die Partie von Lars Thiede endete nach wenig spannendem Verlauf Remis und es hieß Ring frei für den spannenden Teil des Wettkampfs. Fangen wir mit einer Tragödie an, die erst im weiteren Verlauf des Abends zutage trat:
Cioara,Andrei Nestor (2452) - Rudolf,Henrik (2368)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 19.Lb2:
Wir holen mal etwas weiter aus. Auf dem Brett sind klare Konturen eines Königsinders, aber gleich fallen sehr viele Figuren vom Brett, wobei der Ausgleich nicht gestört wird: 19...Sfxe4 20.Sxe4 Lxe4 21.Lxe4 Sxe4 22.Lxg7 Kxg7
23.Sxc7! Dxc7 24.Txe4 Dc6 25.Tbe1 Tad8 Für den Einzelbauern auf d6 ist die weiße Königsstellung gelockert - keinerlei Problem also für Rudi. 26.Dc3+ Kg8 27.Dd4 Txe4 28.Txe4 Dc5 29.Kg2 Der König ist auf dem Weg zum Selbstmord.... 29...h5
30.Kf3?? Dc6?? ... aber der Schuß löst sich nicht! 30...f5! gewinnt den weißen Turm. O-Ton Rudi: "Nachdem ich im Zug vorher schon den h-Bauern gezogen habe, wollte ich mich nicht auch noch mit ... f5 weiter schwächen!" 31.Kf2 Dc5 32.Ke2 Df5 33.Te3
33...Dc5? Also ob da die Notation stimmt? Ich hätte mich am h-Bauern bedient. 33...Dxh3 34.Df6 Tf8 35.Dxd6 Dg2+ 36.Kd3 Df1+= und Weiß kann bestimmt keine großen Sprünge machen. 34.Df6 Tf8 35.f5! Dxf5 36.Dxf5 gxf5 37.Te7 h4 38.gxh4 Kg7 39.Kf3
39...d5? Schwarz hat sich schon soliden Nachteil eingehandelt, konnte aber hier noch etwa mit 39...Th8 40.Kg3 Th6 (40...f4+ 41.Kg4 f3 42.Te3) 41.Tb7 Tg6+ 42.Kf4 Th6 43.Txb6 Txh4+ 44.Kg3 Td4 ganz gut gegenhalten. 40.cxd5 Td8 41.Te5 Kg6 42.h5+ Kxh5 43.Txf5+ Und der Turm kommt früher oder später hinter den d-Freibauern. 43...Kg6 44.Kg4 b5 45.axb5 Td6 46.h4 Tb6 47.h5+ Kg7 48.Tf3 Txb5 49.Td3 Kf6 50.d6 Tb4+ 51.Kf3 Tb8 52.d7 1-0
Wegen der während der Partie ungeahnten Chance auf den ganzen Punkt erschien diese Niederlage zwar nicht ganz so schmerzhaft, wie sie es jetzt tut, aber der Kampf wurde dadurch auch nicht besser. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte zwar bald Marco Thinius, der eine eigene alte Analyse zum Sieg führte, auch wenn er nach eigenen Angaben gezwungen war, sich das Meiste wieder herzuleiten:
Thinius,Marco (2421) - Korman,Maxim (2151) [C42]
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 3.Sxe5 d6 4.Sf3 Sxe4 5.d4 d5 6.Ld3 Sc6 7.0-0 Le7 8.c4 Sb4 9.cxd5 Sxd3 10.Dxd3 Dxd5 11.Te1 Lf5 12.g4 Lg6 13.Sc3 Sxc3 14.Dxc3 f6 15.Lf4 Kf7
16.h4 So weit ich das überblicke, ist 16.h4 die Neuerung, statt der vorher gespielten 16.Dxc7, 16.Te3, und 16.Te2. 16...h5 17.Dxc7
17...The8?! 17...Tae8!? und nun scheint das Partiemotiv nicht den gewünschten Erfolg zu bringen: 18.Sg5+ fxg5 19.Lxg5 Dd8 aber nach 20.Tac1 wird klar, dass Schwarz keinen befreienden Zug zur Verfügung hat. 20...hxg4 21.d5! Dxd5 22.Txe7+ Txe7 23.Dxe7+ Kg8 24.Tc7 Lf7 Nun kann es weitergehen mit 25.b3 Df3 26.Txb7 Dd1+ 27.Kh2 Df3 28.Le3 aber der Ausmaß des weißen Vorteils ist ungewiß. 18.Sg5+! fxg5 19.Lxg5 Le4 19...Dd8? 20.Dxb7 Machts nicht besser.; 19...Dxd4! ist eine simplizistische Lösung, die nicht zu schlecht abschneidet: 20.Txe7+ Txe7 21.Dxe7+ Kg8 22.Dxb7 Tf8 23.Le3 Dxg4+ 24.Dg2 De6 und Schwarz sollte bestehen. 20.Tac1!
20...Tad8? Erst dies stellt die Stellung weg. 20...Lh1! , das spätere Partiemotiv hätte hier zur Anwendung kommen sollen. Es folgt 21.Txe7+ Txe7 22.Dxe7+ Kg8 23.Kf1 (oder auch 23.f3 Lxf3= (aber lieber nicht 23...Dxf3 24.De6+ Kh8 (24...Kh7 25.Df5+ Dxf5 26.gxf5+/=) 25.Tc8+ Txc8 26.Dxc8+ Kh7 27.Dc2+ Kg8 (27...De4 sollte retten) 28.gxh5+/-) ) 23...Dg2+ 24.Ke1 Dg1+ 25.Kd2 Dxf2+ 26.Kd3 Lc6 mit Gegenspiel. 21.Df4+ Lf6 22.Tc7+ Kg6 22...Td7 23.Txd7+ Dxd7 24.Txe4 Txe4 25.Dxe4 Lxg5 26.hxg5 Dxg4+ 27.Dxg4 hxg4 28.d5 verliert glatt und forciert. 23.gxh5+ Kxh5 24.Lxf6 Lh1 24...gxf6 25.Tc5 Tg8+ 26.Kh2 Tg4 27.Txd5+ Txd5 28.Dxf6 Txh4+ 29.Dxh4+.
25.Te5+? Reicht, aber 25.Txg7!! war Matt in 6 25...Txe1+ 26.Kh2 Lf3 27..Tg5+ usw. 25...Txe5 26.Dxe5+? 26.Txg7!! gewinnt auch (Rybka: +6,3), ist aber nicht direkt die erst Idee auf die man kommt. 26...Dxe5 27.Lxe5 Ld5 28.Lxg7 Tg8 29.Kf1 Kxh4 30.Ke2 Kg4 31.Ke3 Kf5 32.Te7 Und langsam aber sicher brachte Marco die Bauern ins Ziel. Auch wenn Schwaerz wohl prinzipiell besser besser damit gefahren wäre, hier auf a2 zu nehmen, was er nicht tat. 1-0
Zwischenzeitlich hatte auch Jan Markos, um den ich im Verlaufe der Partie große Bedenken hatte, seine Stellung zusammengehalten.
Parligras,Mircea (2611) - Markos,Jan (2557)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 35.Da2:
Markos hat in seinem geliebten Sveshnikov einen schweren Stand. Einer seiner Bauern scheint todgeweiht zu sein. Aber er findet gute, wenn auch eröffnungstypische Verteidigungsressourcen, die auf ungleichen Läufern beruhen: 35...d3!? 36.Td1 36.Txa5 Lc3!? und der Läufer ist überraschend schwer herauszuekeln. 36...Ld4 37.Txd3 37.Txa5 Txb3! 37...Lb6
und die a-Linie bleibt plötzlich zu und Schwarz hat anhaltenden Druck gegen f2. Das reicht Markos im weiteren Verlauf zum Remis. 38.Dd2 Df6 39.Lg4 Kg7 40.Tf3 De5 41.Ld7 Te7 42.La4 Nun ist der Ta3 entlastet, aber durch die Schließung der a-Linier kann der schwarze Läufer nach c5 und auch Tb4 erhält die freiheit wieder. 42...Lc5 43.Ta2 Tb8 44.Df4 Ta8 45.Dxe5+ Txe5 46.Ld7 Ab hier weist die offizielle Notation eindeutige Mängel auf aber Schwarz hat keine großen Probleme mehr und es ist auch nichts Wesentliches mehr passiert. 1/2-1/2
Womit es beim Spielstand 3,5:3,5 an Teamchef Rainer Polzin lag, zumindest das 4:4 zu retten. Seine Partie verlief bis zum Endspiel absolut zufriedenstellend, aber dann kam nach fünfeinhalb Stunden zähem Ringen leider der Einbruch:
Lupulescu,Constantin (2594) - Polzin,Rainer (2500)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 43...g5:
Lupulescu hat im Vorfeld eine ganze Weile hin-und hermanövriert, ohne große Fortschritte zu erzielen. Die Stellung ist gleich. Nun macht er aber das Spiel am Damenflügel auf: 44.b4?! so etwas ist wirklich schon eine ultima ratio, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. 44...axb4 45.Kb3 Sf6 46.Kxb4 Kf7 47.Td3 h5 48.g3?! Den Zug mag ich nicht. Ein schwarzer e-Freibauer erscheint am Horizont. 48...g4! 49.Tf1 Kg6?! 49...Ke6 ist genau so möglich aber auch da wird der König mittels f4 belästigt.; Eigentlich herrscht gar keine Notwendigkeit für einen Königszug. 49...d5! 50.Te1 (50.fxg4 hxg4 51.cxd5 Txd5 52.Txd5 Txd5 kann man schon als leicht angenehmer für Schwarz durchgehen lassen.) 50...Ke6!? Mutig aber absolut korrekt. 51.Sd4+ (51.f4 e4 52.Sd4+ Kf7=/+) 51...Kd6 52.Sf5+ (52.Sb5+=) 52...Ke6 (52...Kc7 ist auch gut mit der Idee 53.fxg4 e4) 50.f4
Hier dachte Rainer lange nach und schoß leider trotzdem einen Bock: 50...exf4? Die Spielöffnung kommt dem Kg6 nun wirklich nicht zugute.. Einfach 50...e4?! klappt einfach nicht, siehe etwa: 51.Td4 Kf5 52..Tfd1 d5 53.Sc3 dxc4 54.Txd7 Txd7 55.Txd7 Sxd7 56.Kxc4; 50...Se4! 51.Sc3 Sxc3 52.Kxc3 Tf7 und Schwarz erlangt Gegenspiel. 51.Txf4 Nun geht es mit Schwarz, knapp an der Zeit, bergab. 51...d5 51...Te7! war schon fast das Einzige, denn 52.Te3! lässt den Sf6 ziemlich alt aussehen. 52...dxc4 52...Se4 53.cxd5 Sc5 54.Sc3+/- 53.Te6+-
und der Gaul ist auf kurz oder lang verloren. 53...Tf8 54.Sd6 c3 54...Te7 55.Txe7 Sd5+ 56.Kxc4 Sxf4 57.gxf4 Txf4++- 55.Kxc3 Tc7+ 56.Kb4 Tc6 57.Kb5 Tc5+ 58.Kxb6 Tc2 59.Se4 Tb2+ 60.Ka7 Tb4 In Zeitnothektik mit verstohlener Hoffnung auf Txf6, aber.... 61.Sxf6! 61.Tfxf6+ Txf6 62.Txf6+ Kg7 63.Tf4 Txa4+ 64.Kb6 Ta2 65.Tf2 geht natürlich auch. 61...Txf4 62.Sd5+ 1-0
Womit Samstag Abend mal wieder ein recht gereiztes Mannschaftsklima regiert... scheint in dieser Saison leider Tradition zu sein.
Sonntag gegen Remagen wurde dann aber alles besser. Wir hatten als "neunten Mann" und Fan Dennes Abel dabei, der es am Vortag nach einer abenteuerlichen Anfahrt noch ins Mannschaftsquartier geschafft hatte und während des Spiels zusammen mit Wolfram Burckart den Live-Ticker pflegte. Es entbrannte eines der umkämpftesten Duelle, bei denen ich bisher in der Bundesliga beteiligt war. Acht entschiedene Partien! Zunächst fegte Jan Markos vorne das Remagener Spitzenbrett und den israelischen Silbermedalliengewinner Boris Avrukh vom Brett, wenn auch mit einiger Mithilfe des Gegners:
Markos,Jan (2557) - Avrukh,Boris (2657) [D91]
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.Sf3 Lg7 5.Lg5 Se4 6.cxd5 Sxg5 7.Sxg5 e6 8.Dd2 h6 9.Sh3 exd5 10.De3+ Kf8 11.Sf4 c6 12.Df3 Df6 13.e3
Die Partie hat die Karlsbader Struktur angenommen. Wie von Watson in "Geheimnisse der modernen Schachstrategie" ausgearbeitet, hat die Seite mit dem Läuferpaar Entwicklungsrückstand. Weiß muss versuchen, schnell die Stellung zu öffnen, bevor sich Schwarz mit dem Läuferpaar konsolidieren und seinerseits eine wünschenswerte Öffnung herbeiführen kann. Dementsprechend trägt Markos unverzüglich den Minoritätsangriff vor. Schwarz schafft allerdings die Entwicklung rechtzeitig und kommt in Vorteil: 13...h5 14.h4 Neuerung statt 14.Ld3. 14...Lg4 15.Dg3 Sd7 16.Le2 Lf5 17.Tc1 Sb6 18.b4 a6 19.a4 De7 20.b5 axb5 21.axb5 Lf6 22.bxc6 bxc6 23.Ld3
23... Lxd4?! lässt sich unnötig die Struktur kaputthauen. 23...Lxd3 24.Sxd3 Lxd4 25.Se2 Lf6 26.Txc6 Ta1+ 27.Sec1 Sc4=/+; 23...Lg4 ist auch möglich, da 24.Lxg6 an 24...Tg8 scheitert. 25.Lh7 Tg7 26.Ld3 Lxd4-/+ 24.Lxf5 Lxc3+ 24...gxf5 25.0-0 sollte für Weiß zumindest halbwegs sicher sein. 25.Txc3 Df6 25...Ta1+? War evtl. im Vorhinein die Idee des Remagener Spielers, aber 26.Ke2 Txh1 27.Txc6 gxf5 28.Txb6 Dd8 29.Se6+! beschert Weiß einen leichten Gewinn.; 25...Db4 wickelte hingegen recht sicher ins Dauerschach ab. 26.Sxg6+ (26.0-0 Dxc3 27.Sxg6+ fxg6 28.Dd6+=) 26...fxg6 27.De5 Th7 28.0-0 Te8 (28...gxf5 29.Txc6 mit deutlichem weißen Plus) 29.Df6+ Tf7 30.Dh8+ Ke7 31.De5+ beide Seiten kommen nicht mehr raus. 26.0-0!
26...gxf5?! ist das etwa ein Gewinnversuch? 26...Dxc3 war immer noch Dauerschach - ich sehe bei bestem Willen nicht mehr aus weißer Sicht. 27.Sxg6+ (27.Lxg6 Tg8 28.Df3 Df6 29.Lxh5 Sc4 und hier wäre ich trotz allem lieber Schwarz.) 27...fxg6 28.Dd6+ Kf7 29.Dxg6+ Ke7 27.Tb3 Sc4 28.Tfb1 Und nun verdirbt Avrukh die Stellung in nur zwei Zügen komplett: 28...Sd6? 29.Tb6 Tg8?? 29...Sc8 30.Sxd5 f4 31.Sxf6 fxg3 32.Txc6+/-; 29...Ta1 30.Txa1 Dxa1+ 31.Kh2+/- macht auch keinen Spaß mehr. 30.Tb8+ Se8
31.Dxg8+! Kxg8 32.Txa8 De5 33.Tbb8 Kg7 34.Txe8 Dc3 35.Tg8+ Kf6 36.Tae8 1-0
Kurz daraufhin verlor Miezis gegen Fedorchuk auf eine unschöne, fast schon unappetitliche Art und Weise. Schon nach Zug 11 oder 12 zeigen die Programme entscheidenden Vorteil für Weiß an. Die erneute Führung kam von Brett 7, wo Rudi seinen Fauxpas vom Vortag wieder wettmachen konnte, auch wenn er leider den Zuschauern eine Springerumwandlund vorenthielt.
Rudolf,Henrik (2368) - Polaczek,Richard (2419)
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
Stellung nach 15....b4:
Französich. Das Brett steht komplett in Flammen aber Schwarz hat es schwer. 16.f5 bxc3 17.bxc3 fxe5!? wohl das Beste. Nach 17...cxd4 18.cxd4 und nun etwa 18...fxe5 19.fxe6 Sf6 20.dxe5 (20.Sxe5 Se4 21.Txf8+ Lxf8 22.Sf7+ Kg8 und der starke Se4 gibt Schwarz Hoffnung) 20....Se4 21.Lxb6 Sxd2 22.Sxd2 Txb6 23.Txf8+ Lxf8 24.Sf4 ist Schwarz kurz vor dem Zusammenbruch. 18.fxe6
18...cxd4? Stellt eine Figur ein. 18...Sf6 19.dxe5 Die Anwesenheit der c-Bauern erlaubt hier 19...Se4 20.Dxd5 Lb7! 21.Dd1 (21.Dxe4 Sd4!) 21...Tbd8 und zumindest steht Schwarz aktiv, wenn er auch zwei Bauern weniger hat. 19.exd7 dxe3
20.Dxd5? 20.dxc8S! Das dritte Pferd ist der Killer und erzwingt eigentlich sofort die Aufgabe. Rudi hierzu: "Ich wandele nur in Damen um!" 20...Lb7 21.Sxe5 Sxe5 22.Dxe5 Lf6 23.De6 Dc5 24.Tf5 De7 Die letzen Züge waren forciert, aber besser wehren ließ sich hier mit 24...Dc6. 25.Dxe7 Lxe7 26.Te5 Denn jetzt geht der e3 vom Platz. 26...Ld6 27.Txe3 Lc6 28.Sd4 Lc5 29.Te5 Lxd4+ 30.cxd4
Der verhinderte Springer entscheidet trotzdem indirekt die Partie. 30...Tbd8 31.Tf1 Txf1+ 32.Lxf1 Kg8 33.Lc4+ Kf8 34.Tf5+ Ke7 35.Tf7+ Kd6 36.Txg7 Txd7 37.Txd7+ Lxd7 38.h6 Lf5 39.Kf2 a5 40.Ke3 Trotz der leichten Ungenauigkeit im 20. Zug eine Partie wie aus einem Guß. 1-0
Meine disaströse Saison fand in der Partie gegen Altmeister Popovic eine würdige Fortführung. Am nächsten war ich in den 81 gespielten Zügen dem Remis im Zug 11 - bei seinem wohl auch nicht mehr stellungsgemäßen Remisgebot (er war mit Schwarz bereits im Vorteil!), welches ich in jedem Open und jedem Rundenturnier dieser Welt angenommen hätte. Ich entschied mich für 5 Stunden und 70 weitere Züge Quälerei und ließ auch im 40 beim Mitblitzen in seiner Zeitnot eine überraschende Rettung aus. 2:2!
Dann war die Zeit reif für Rainers ersten Saisonsieg nach einer schönen Endspielleistung zur 3:2 -Führung.
Polzin,Rainer (2500) - Dgebuadze,Alexandre (2544)
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
Stellung nach 34...Sxh6:
Rainer hat seinen Gegner in der Eröffnung überrascht, aber Dgebuadze reagierte gut und erfreute sich eines Mehrbauern. Gleicht die weiße Aktivität dies aus? 35.b5! Das folgende Spiel ist geprägt von zahllosen Einstiegsdrohungen des weißen Dame ins geschwächte schwarze Lager. Es droht Dc6. 35...Kf7? 35...Dxb5? 36.Dc8+ Kf7 37.Dxe6+; 35...Kf8! Macht den Unterschied. 36.Dh3 (36.Dc7 ist harmlos wegen 36...Ke7 37.Db8 Sf7 auch wenn Weiß so spielen muss. 38.f3=/+) 36...Sg8 bringt Weiß nicht weiter. 36.Dh3! Nun kann der Springer aber im Gegensatz zu 35...Kf8 nicht weg, also 36...Kg7 37.Dh4 und die weiße Dame kommt durch die Verteidigungslinien. 37...Sg8 Was sonst? 38.Dd8!
38...Dxb5? Aber es gab noch keinen Grund zur Panik 38...Dxd8 39.Sxe6+ Kf7 40.Sxd8+ Ke7 41.Sc6+ Kd7 42.Sb4 (42.Sb8+; 42.Sxa7 Se7 und die Drohung eines entfernten Freibauern wird Weiß die Bauernendspiele kräftig vermiesen.) 42...Se7 43.Ke2 mit etwa Ausgleich. 39.Sxe6+ Kh8 40.Dc7 Db4+ 41.Kd1 De7 42.Dc6 a5 42...b5 43.Dxd5 a5 44.Dd6 ändert alles nichts am Charakter der Stellung. 43.Dxd5 a4 44.Dd6 Die zwei Freibauern werden den schwarzen Springer kosten. 44....Da7 45.Dc7 Dxc7 46.Sxc7 Kg7 47.d5 Se7 48.d6 Sc6 49.e6 a3 50.Kc1 Kf6 51.e7 Sxe7 52.dxe7 Kxe7 53.Sd5+ Kd6 54.Sxb6 und der c-Bauer verbietet dem schwarzen König sich sofort dem Königsflügel zuzuwenden, den der Springer freudig weggrasen wird. 54...Kc5 55.Sd7+ Kd4 56.Sf8 Kc3 57.Kb1 g5 58.Sxh7 g4 59.f3 gxf3 60.gxf3 a2+ 61.Kxa2 Kxc2 62.f4 Kd3 63.Sg5
Und die Festung ist gebaut. Der weiße König könnte jetzt auch auf z100 oder soweit wie auch immer stehen - Weiß hat alle Zeit der Welt. 63...Kd2 64.Ka1 Kc1 65.Sf3 Kc2 66.Sh4 Kd3 67.Kb2 Ke3 68.Sg6 Kd2 69.Kb3 Kd3 70.Kb4 Kd4 71.Kb5 Kd5 72.Kb6 Kd6 73.Sh4 Kd5 74.Kc7 Kd4 75.Kd6 1-0
Somit hatten die beiden Pechvögel vom Vortag diesmal ihre Partien gewonnen. Als Marco Thinius auch seinen zweite Partie an diesem Wochenende gewann, schien auch der Mannschaftssieg greifbar:
Schulz,Klaus-Juergen (2379) - Thinius,Marco (2421)
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
Stellung nach 43...Tg6:
Nach einer hastigen Zeitnotphase war diese Stellung entstanden. 44.Tg3? Kämpft um die g-Linie, der keine Bedeutung mehr zukommen wird. Möglich war einfach 44.Txg6 Dxg6 45.Ta6 Dg4 46.Dxg4 hxg4 47.Kg2 Tb8 48.Tg6! Txb4 49.Tg5 und es hängt nicht nur der Bauer sondern auch der Läufer. 49...Tb6 (49...Tb2 50.Se6 d3 51.Txg7+ Kh8 52.Kg3 Txe2 53.Td7) 50.Txf5= 44...Txg3 45.Dxg3
45...d3! Plötzlich steht Schwarz auf Gewinn. Wer hält jetzt die Bauern auf? Der weiße Springer kann einem schon leid tun.. 46.Ta1 46.exd3 e3 46...Kh7 46...h4! 47.Dg5 dxe2 48.Te1 h3 49.Txe2 e3 und baldiges Matt. 47.Td1 47.Tg1 d2 48.Td1 e3 ist auch chancenlos. 47...dxe2 48.Te1 Tb8 Mit dem b4 verliert der Springer seine einzige Stütze. 49.Txe2 Versucht nicht einmal zu fliehen. 49.Sb3 Txb4 50.Sc1 und nun sogar 50...Dg6 51.Dxg6+ Kxg6 52.Sxe2 h4 sollte technisch gewonnen sein. 49...Txb4 50.h3 Tc4 51.Db3 Falls sich Weiß wirklich darauf verlassen hat, riss ihn 51...Dd5!
aus seinen Träumen. Schwarz gewinnt Material. 0-1
Leider kamen zu den vier Brettpunkten keine mehr hinzu. Sowohl Arnd als auch Lars standen gegen Mainka bzw. Boidman so schlecht, dass man kurze Zeit später das 4:4 quittieren musste. Ärgerlich für die beiden, die unterwegs wahrlich keine schlechten Stellungen zu verwalten hatten.
Da Hamburg versprechensgemäß im Parallelkampf die Trierer schlagen konnte, beträgt der Abstand nach unten nun immer noch stolze 4 Punkte. Dies würde, zwei Spiele vor Schluss, fast sicher für die Rettung reichen,... wenn nicht Tegernsee doch noch Lust auf ein Jährchen Bundesliga bekommt. In drei Wochen in Bremen wissen wir hoffentlich in vielerlei Hinsicht mehr. Bis bald also.
Die Partien dieses Beitrags online nachspielen:
Online nachspielen
Vielleicht machte sich auf diese Weise in unseren Reihen zu frühzeitige und zu große Erleichterung breit. Was soll schon passieren im Duell einer der effektivsten gegen eine der ineffektivsten Mannschaften der Liga (Verhältnis MP/BP; Berlin mit drei 4,5:3,5-Siegen, Trier dagegen bereits mit sechs entsprechenden Niederlagen). Kaum nötig zu erwähnen also, dass auch dieses Match mit 4,5:3,5 endete... nur leider aus unserer Sicht nicht ganz für das richtige Team! Irgendwie selber schuld, wie die folgenden Partieausschnitte zeigen werden.
Als erstes endete die Partie von Normunds Miezis in folgender Stellung remis:
Miezis,Normunds (2557) - Cyborowski,Lukasz (2504)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 28...a6:
Hier ist zwar noch richtig viel Leben in der Bude, aber man wird irgendwie den Eindruck nicht los, dass Weiß insgesamt wohl doch etwas mehr riskiert. Er hat ein paar schwache Bauern, das Zentrum unterliegt der Blockade und der Vorstoß d4 ist nicht möglich, da der dann entstehende f-Freibauer den Weißen umbringen wird. Rybka schlägt als besten Zug 29.a5!? vor, aber Normunds wird darüber nicht wirklich nachgedacht haben. ½-½
Als nächstes endete die Partie ihres Berichterstatters gegen Rüdiger Seger ebenfalls friedlich. Es klingt zwar lächerlich, aber ich hatte mich auf dem Weg nach Hamburg erst im Containerhafen, dann in der Speicherstadt und zuletzt auf der Parkplatzsuche im Bahnhofsviertel, wo das Mannschaftsessen angesetzt war, verirrt, und der Adrenalinspiegel konnte nicht rechtzeitig vor Partiebeginn wieder auf den Normalwert kommen. Das Remis war in allen Belangen eher glücklicher Natur.
Am Nebenbrett hatteArnd Lauber unterdessen schnell einigen Eröffnungsvorteil erzielt. Er hatte einen guten Läufer gegen einen wackligen Springer, die bessere Bauernstruktur und etwas Spiel gegen den unrochierten König. Leider waren zuwenig Figuren auf dem Brett und es löste sich alles so langsam in Wohlgefallen auf. Arnd konnte sich nur damit trösten, dass nach der Partie auch das schnelle Durchklicken mit Fritz keinerlei produktiven Vorschläge ergab.
Auch die Partie von Lars Thiede endete nach wenig spannendem Verlauf Remis und es hieß Ring frei für den spannenden Teil des Wettkampfs. Fangen wir mit einer Tragödie an, die erst im weiteren Verlauf des Abends zutage trat:
Cioara,Andrei Nestor (2452) - Rudolf,Henrik (2368)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 19.Lb2:
Wir holen mal etwas weiter aus. Auf dem Brett sind klare Konturen eines Königsinders, aber gleich fallen sehr viele Figuren vom Brett, wobei der Ausgleich nicht gestört wird: 19...Sfxe4 20.Sxe4 Lxe4 21.Lxe4 Sxe4 22.Lxg7 Kxg7
23.Sxc7! Dxc7 24.Txe4 Dc6 25.Tbe1 Tad8 Für den Einzelbauern auf d6 ist die weiße Königsstellung gelockert - keinerlei Problem also für Rudi. 26.Dc3+ Kg8 27.Dd4 Txe4 28.Txe4 Dc5 29.Kg2 Der König ist auf dem Weg zum Selbstmord.... 29...h5
30.Kf3?? Dc6?? ... aber der Schuß löst sich nicht! 30...f5! gewinnt den weißen Turm. O-Ton Rudi: "Nachdem ich im Zug vorher schon den h-Bauern gezogen habe, wollte ich mich nicht auch noch mit ... f5 weiter schwächen!" 31.Kf2 Dc5 32.Ke2 Df5 33.Te3
33...Dc5? Also ob da die Notation stimmt? Ich hätte mich am h-Bauern bedient. 33...Dxh3 34.Df6 Tf8 35.Dxd6 Dg2+ 36.Kd3 Df1+= und Weiß kann bestimmt keine großen Sprünge machen. 34.Df6 Tf8 35.f5! Dxf5 36.Dxf5 gxf5 37.Te7 h4 38.gxh4 Kg7 39.Kf3
39...d5? Schwarz hat sich schon soliden Nachteil eingehandelt, konnte aber hier noch etwa mit 39...Th8 40.Kg3 Th6 (40...f4+ 41.Kg4 f3 42.Te3) 41.Tb7 Tg6+ 42.Kf4 Th6 43.Txb6 Txh4+ 44.Kg3 Td4 ganz gut gegenhalten. 40.cxd5 Td8 41.Te5 Kg6 42.h5+ Kxh5 43.Txf5+ Und der Turm kommt früher oder später hinter den d-Freibauern. 43...Kg6 44.Kg4 b5 45.axb5 Td6 46.h4 Tb6 47.h5+ Kg7 48.Tf3 Txb5 49.Td3 Kf6 50.d6 Tb4+ 51.Kf3 Tb8 52.d7 1-0
Wegen der während der Partie ungeahnten Chance auf den ganzen Punkt erschien diese Niederlage zwar nicht ganz so schmerzhaft, wie sie es jetzt tut, aber der Kampf wurde dadurch auch nicht besser. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte zwar bald Marco Thinius, der eine eigene alte Analyse zum Sieg führte, auch wenn er nach eigenen Angaben gezwungen war, sich das Meiste wieder herzuleiten:
Thinius,Marco (2421) - Korman,Maxim (2151) [C42]
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 3.Sxe5 d6 4.Sf3 Sxe4 5.d4 d5 6.Ld3 Sc6 7.0-0 Le7 8.c4 Sb4 9.cxd5 Sxd3 10.Dxd3 Dxd5 11.Te1 Lf5 12.g4 Lg6 13.Sc3 Sxc3 14.Dxc3 f6 15.Lf4 Kf7
16.h4 So weit ich das überblicke, ist 16.h4 die Neuerung, statt der vorher gespielten 16.Dxc7, 16.Te3, und 16.Te2. 16...h5 17.Dxc7
17...The8?! 17...Tae8!? und nun scheint das Partiemotiv nicht den gewünschten Erfolg zu bringen: 18.Sg5+ fxg5 19.Lxg5 Dd8 aber nach 20.Tac1 wird klar, dass Schwarz keinen befreienden Zug zur Verfügung hat. 20...hxg4 21.d5! Dxd5 22.Txe7+ Txe7 23.Dxe7+ Kg8 24.Tc7 Lf7 Nun kann es weitergehen mit 25.b3 Df3 26.Txb7 Dd1+ 27.Kh2 Df3 28.Le3 aber der Ausmaß des weißen Vorteils ist ungewiß. 18.Sg5+! fxg5 19.Lxg5 Le4 19...Dd8? 20.Dxb7 Machts nicht besser.; 19...Dxd4! ist eine simplizistische Lösung, die nicht zu schlecht abschneidet: 20.Txe7+ Txe7 21.Dxe7+ Kg8 22.Dxb7 Tf8 23.Le3 Dxg4+ 24.Dg2 De6 und Schwarz sollte bestehen. 20.Tac1!
20...Tad8? Erst dies stellt die Stellung weg. 20...Lh1! , das spätere Partiemotiv hätte hier zur Anwendung kommen sollen. Es folgt 21.Txe7+ Txe7 22.Dxe7+ Kg8 23.Kf1 (oder auch 23.f3 Lxf3= (aber lieber nicht 23...Dxf3 24.De6+ Kh8 (24...Kh7 25.Df5+ Dxf5 26.gxf5+/=) 25.Tc8+ Txc8 26.Dxc8+ Kh7 27.Dc2+ Kg8 (27...De4 sollte retten) 28.gxh5+/-) ) 23...Dg2+ 24.Ke1 Dg1+ 25.Kd2 Dxf2+ 26.Kd3 Lc6 mit Gegenspiel. 21.Df4+ Lf6 22.Tc7+ Kg6 22...Td7 23.Txd7+ Dxd7 24.Txe4 Txe4 25.Dxe4 Lxg5 26.hxg5 Dxg4+ 27.Dxg4 hxg4 28.d5 verliert glatt und forciert. 23.gxh5+ Kxh5 24.Lxf6 Lh1 24...gxf6 25.Tc5 Tg8+ 26.Kh2 Tg4 27.Txd5+ Txd5 28.Dxf6 Txh4+ 29.Dxh4+.
25.Te5+? Reicht, aber 25.Txg7!! war Matt in 6 25...Txe1+ 26.Kh2 Lf3 27..Tg5+ usw. 25...Txe5 26.Dxe5+? 26.Txg7!! gewinnt auch (Rybka: +6,3), ist aber nicht direkt die erst Idee auf die man kommt. 26...Dxe5 27.Lxe5 Ld5 28.Lxg7 Tg8 29.Kf1 Kxh4 30.Ke2 Kg4 31.Ke3 Kf5 32.Te7 Und langsam aber sicher brachte Marco die Bauern ins Ziel. Auch wenn Schwaerz wohl prinzipiell besser besser damit gefahren wäre, hier auf a2 zu nehmen, was er nicht tat. 1-0
Zwischenzeitlich hatte auch Jan Markos, um den ich im Verlaufe der Partie große Bedenken hatte, seine Stellung zusammengehalten.
Parligras,Mircea (2611) - Markos,Jan (2557)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 35.Da2:
Markos hat in seinem geliebten Sveshnikov einen schweren Stand. Einer seiner Bauern scheint todgeweiht zu sein. Aber er findet gute, wenn auch eröffnungstypische Verteidigungsressourcen, die auf ungleichen Läufern beruhen: 35...d3!? 36.Td1 36.Txa5 Lc3!? und der Läufer ist überraschend schwer herauszuekeln. 36...Ld4 37.Txd3 37.Txa5 Txb3! 37...Lb6
und die a-Linie bleibt plötzlich zu und Schwarz hat anhaltenden Druck gegen f2. Das reicht Markos im weiteren Verlauf zum Remis. 38.Dd2 Df6 39.Lg4 Kg7 40.Tf3 De5 41.Ld7 Te7 42.La4 Nun ist der Ta3 entlastet, aber durch die Schließung der a-Linier kann der schwarze Läufer nach c5 und auch Tb4 erhält die freiheit wieder. 42...Lc5 43.Ta2 Tb8 44.Df4 Ta8 45.Dxe5+ Txe5 46.Ld7 Ab hier weist die offizielle Notation eindeutige Mängel auf aber Schwarz hat keine großen Probleme mehr und es ist auch nichts Wesentliches mehr passiert. 1/2-1/2
Womit es beim Spielstand 3,5:3,5 an Teamchef Rainer Polzin lag, zumindest das 4:4 zu retten. Seine Partie verlief bis zum Endspiel absolut zufriedenstellend, aber dann kam nach fünfeinhalb Stunden zähem Ringen leider der Einbruch:
Lupulescu,Constantin (2594) - Polzin,Rainer (2500)
BL 0809 SF Berlin - SG Turm Trier, 28.02.2009
Stellung nach 43...g5:
Lupulescu hat im Vorfeld eine ganze Weile hin-und hermanövriert, ohne große Fortschritte zu erzielen. Die Stellung ist gleich. Nun macht er aber das Spiel am Damenflügel auf: 44.b4?! so etwas ist wirklich schon eine ultima ratio, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. 44...axb4 45.Kb3 Sf6 46.Kxb4 Kf7 47.Td3 h5 48.g3?! Den Zug mag ich nicht. Ein schwarzer e-Freibauer erscheint am Horizont. 48...g4! 49.Tf1 Kg6?! 49...Ke6 ist genau so möglich aber auch da wird der König mittels f4 belästigt.; Eigentlich herrscht gar keine Notwendigkeit für einen Königszug. 49...d5! 50.Te1 (50.fxg4 hxg4 51.cxd5 Txd5 52.Txd5 Txd5 kann man schon als leicht angenehmer für Schwarz durchgehen lassen.) 50...Ke6!? Mutig aber absolut korrekt. 51.Sd4+ (51.f4 e4 52.Sd4+ Kf7=/+) 51...Kd6 52.Sf5+ (52.Sb5+=) 52...Ke6 (52...Kc7 ist auch gut mit der Idee 53.fxg4 e4) 50.f4
Hier dachte Rainer lange nach und schoß leider trotzdem einen Bock: 50...exf4? Die Spielöffnung kommt dem Kg6 nun wirklich nicht zugute.. Einfach 50...e4?! klappt einfach nicht, siehe etwa: 51.Td4 Kf5 52..Tfd1 d5 53.Sc3 dxc4 54.Txd7 Txd7 55.Txd7 Sxd7 56.Kxc4; 50...Se4! 51.Sc3 Sxc3 52.Kxc3 Tf7 und Schwarz erlangt Gegenspiel. 51.Txf4 Nun geht es mit Schwarz, knapp an der Zeit, bergab. 51...d5 51...Te7! war schon fast das Einzige, denn 52.Te3! lässt den Sf6 ziemlich alt aussehen. 52...dxc4 52...Se4 53.cxd5 Sc5 54.Sc3+/- 53.Te6+-
und der Gaul ist auf kurz oder lang verloren. 53...Tf8 54.Sd6 c3 54...Te7 55.Txe7 Sd5+ 56.Kxc4 Sxf4 57.gxf4 Txf4++- 55.Kxc3 Tc7+ 56.Kb4 Tc6 57.Kb5 Tc5+ 58.Kxb6 Tc2 59.Se4 Tb2+ 60.Ka7 Tb4 In Zeitnothektik mit verstohlener Hoffnung auf Txf6, aber.... 61.Sxf6! 61.Tfxf6+ Txf6 62.Txf6+ Kg7 63.Tf4 Txa4+ 64.Kb6 Ta2 65.Tf2 geht natürlich auch. 61...Txf4 62.Sd5+ 1-0
Womit Samstag Abend mal wieder ein recht gereiztes Mannschaftsklima regiert... scheint in dieser Saison leider Tradition zu sein.
Sonntag gegen Remagen wurde dann aber alles besser. Wir hatten als "neunten Mann" und Fan Dennes Abel dabei, der es am Vortag nach einer abenteuerlichen Anfahrt noch ins Mannschaftsquartier geschafft hatte und während des Spiels zusammen mit Wolfram Burckart den Live-Ticker pflegte. Es entbrannte eines der umkämpftesten Duelle, bei denen ich bisher in der Bundesliga beteiligt war. Acht entschiedene Partien! Zunächst fegte Jan Markos vorne das Remagener Spitzenbrett und den israelischen Silbermedalliengewinner Boris Avrukh vom Brett, wenn auch mit einiger Mithilfe des Gegners:
Markos,Jan (2557) - Avrukh,Boris (2657) [D91]
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.Sf3 Lg7 5.Lg5 Se4 6.cxd5 Sxg5 7.Sxg5 e6 8.Dd2 h6 9.Sh3 exd5 10.De3+ Kf8 11.Sf4 c6 12.Df3 Df6 13.e3
Die Partie hat die Karlsbader Struktur angenommen. Wie von Watson in "Geheimnisse der modernen Schachstrategie" ausgearbeitet, hat die Seite mit dem Läuferpaar Entwicklungsrückstand. Weiß muss versuchen, schnell die Stellung zu öffnen, bevor sich Schwarz mit dem Läuferpaar konsolidieren und seinerseits eine wünschenswerte Öffnung herbeiführen kann. Dementsprechend trägt Markos unverzüglich den Minoritätsangriff vor. Schwarz schafft allerdings die Entwicklung rechtzeitig und kommt in Vorteil: 13...h5 14.h4 Neuerung statt 14.Ld3. 14...Lg4 15.Dg3 Sd7 16.Le2 Lf5 17.Tc1 Sb6 18.b4 a6 19.a4 De7 20.b5 axb5 21.axb5 Lf6 22.bxc6 bxc6 23.Ld3
23... Lxd4?! lässt sich unnötig die Struktur kaputthauen. 23...Lxd3 24.Sxd3 Lxd4 25.Se2 Lf6 26.Txc6 Ta1+ 27.Sec1 Sc4=/+; 23...Lg4 ist auch möglich, da 24.Lxg6 an 24...Tg8 scheitert. 25.Lh7 Tg7 26.Ld3 Lxd4-/+ 24.Lxf5 Lxc3+ 24...gxf5 25.0-0 sollte für Weiß zumindest halbwegs sicher sein. 25.Txc3 Df6 25...Ta1+? War evtl. im Vorhinein die Idee des Remagener Spielers, aber 26.Ke2 Txh1 27.Txc6 gxf5 28.Txb6 Dd8 29.Se6+! beschert Weiß einen leichten Gewinn.; 25...Db4 wickelte hingegen recht sicher ins Dauerschach ab. 26.Sxg6+ (26.0-0 Dxc3 27.Sxg6+ fxg6 28.Dd6+=) 26...fxg6 27.De5 Th7 28.0-0 Te8 (28...gxf5 29.Txc6 mit deutlichem weißen Plus) 29.Df6+ Tf7 30.Dh8+ Ke7 31.De5+ beide Seiten kommen nicht mehr raus. 26.0-0!
26...gxf5?! ist das etwa ein Gewinnversuch? 26...Dxc3 war immer noch Dauerschach - ich sehe bei bestem Willen nicht mehr aus weißer Sicht. 27.Sxg6+ (27.Lxg6 Tg8 28.Df3 Df6 29.Lxh5 Sc4 und hier wäre ich trotz allem lieber Schwarz.) 27...fxg6 28.Dd6+ Kf7 29.Dxg6+ Ke7 27.Tb3 Sc4 28.Tfb1 Und nun verdirbt Avrukh die Stellung in nur zwei Zügen komplett: 28...Sd6? 29.Tb6 Tg8?? 29...Sc8 30.Sxd5 f4 31.Sxf6 fxg3 32.Txc6+/-; 29...Ta1 30.Txa1 Dxa1+ 31.Kh2+/- macht auch keinen Spaß mehr. 30.Tb8+ Se8
31.Dxg8+! Kxg8 32.Txa8 De5 33.Tbb8 Kg7 34.Txe8 Dc3 35.Tg8+ Kf6 36.Tae8 1-0
Kurz daraufhin verlor Miezis gegen Fedorchuk auf eine unschöne, fast schon unappetitliche Art und Weise. Schon nach Zug 11 oder 12 zeigen die Programme entscheidenden Vorteil für Weiß an. Die erneute Führung kam von Brett 7, wo Rudi seinen Fauxpas vom Vortag wieder wettmachen konnte, auch wenn er leider den Zuschauern eine Springerumwandlund vorenthielt.
Rudolf,Henrik (2368) - Polaczek,Richard (2419)
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
Stellung nach 15....b4:
Französich. Das Brett steht komplett in Flammen aber Schwarz hat es schwer. 16.f5 bxc3 17.bxc3 fxe5!? wohl das Beste. Nach 17...cxd4 18.cxd4 und nun etwa 18...fxe5 19.fxe6 Sf6 20.dxe5 (20.Sxe5 Se4 21.Txf8+ Lxf8 22.Sf7+ Kg8 und der starke Se4 gibt Schwarz Hoffnung) 20....Se4 21.Lxb6 Sxd2 22.Sxd2 Txb6 23.Txf8+ Lxf8 24.Sf4 ist Schwarz kurz vor dem Zusammenbruch. 18.fxe6
18...cxd4? Stellt eine Figur ein. 18...Sf6 19.dxe5 Die Anwesenheit der c-Bauern erlaubt hier 19...Se4 20.Dxd5 Lb7! 21.Dd1 (21.Dxe4 Sd4!) 21...Tbd8 und zumindest steht Schwarz aktiv, wenn er auch zwei Bauern weniger hat. 19.exd7 dxe3
20.Dxd5? 20.dxc8S! Das dritte Pferd ist der Killer und erzwingt eigentlich sofort die Aufgabe. Rudi hierzu: "Ich wandele nur in Damen um!" 20...Lb7 21.Sxe5 Sxe5 22.Dxe5 Lf6 23.De6 Dc5 24.Tf5 De7 Die letzen Züge waren forciert, aber besser wehren ließ sich hier mit 24...Dc6. 25.Dxe7 Lxe7 26.Te5 Denn jetzt geht der e3 vom Platz. 26...Ld6 27.Txe3 Lc6 28.Sd4 Lc5 29.Te5 Lxd4+ 30.cxd4
Der verhinderte Springer entscheidet trotzdem indirekt die Partie. 30...Tbd8 31.Tf1 Txf1+ 32.Lxf1 Kg8 33.Lc4+ Kf8 34.Tf5+ Ke7 35.Tf7+ Kd6 36.Txg7 Txd7 37.Txd7+ Lxd7 38.h6 Lf5 39.Kf2 a5 40.Ke3 Trotz der leichten Ungenauigkeit im 20. Zug eine Partie wie aus einem Guß. 1-0
Meine disaströse Saison fand in der Partie gegen Altmeister Popovic eine würdige Fortführung. Am nächsten war ich in den 81 gespielten Zügen dem Remis im Zug 11 - bei seinem wohl auch nicht mehr stellungsgemäßen Remisgebot (er war mit Schwarz bereits im Vorteil!), welches ich in jedem Open und jedem Rundenturnier dieser Welt angenommen hätte. Ich entschied mich für 5 Stunden und 70 weitere Züge Quälerei und ließ auch im 40 beim Mitblitzen in seiner Zeitnot eine überraschende Rettung aus. 2:2!
Dann war die Zeit reif für Rainers ersten Saisonsieg nach einer schönen Endspielleistung zur 3:2 -Führung.
Polzin,Rainer (2500) - Dgebuadze,Alexandre (2544)
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
Stellung nach 34...Sxh6:
Rainer hat seinen Gegner in der Eröffnung überrascht, aber Dgebuadze reagierte gut und erfreute sich eines Mehrbauern. Gleicht die weiße Aktivität dies aus? 35.b5! Das folgende Spiel ist geprägt von zahllosen Einstiegsdrohungen des weißen Dame ins geschwächte schwarze Lager. Es droht Dc6. 35...Kf7? 35...Dxb5? 36.Dc8+ Kf7 37.Dxe6+; 35...Kf8! Macht den Unterschied. 36.Dh3 (36.Dc7 ist harmlos wegen 36...Ke7 37.Db8 Sf7 auch wenn Weiß so spielen muss. 38.f3=/+) 36...Sg8 bringt Weiß nicht weiter. 36.Dh3! Nun kann der Springer aber im Gegensatz zu 35...Kf8 nicht weg, also 36...Kg7 37.Dh4 und die weiße Dame kommt durch die Verteidigungslinien. 37...Sg8 Was sonst? 38.Dd8!
38...Dxb5? Aber es gab noch keinen Grund zur Panik 38...Dxd8 39.Sxe6+ Kf7 40.Sxd8+ Ke7 41.Sc6+ Kd7 42.Sb4 (42.Sb8+; 42.Sxa7 Se7 und die Drohung eines entfernten Freibauern wird Weiß die Bauernendspiele kräftig vermiesen.) 42...Se7 43.Ke2 mit etwa Ausgleich. 39.Sxe6+ Kh8 40.Dc7 Db4+ 41.Kd1 De7 42.Dc6 a5 42...b5 43.Dxd5 a5 44.Dd6 ändert alles nichts am Charakter der Stellung. 43.Dxd5 a4 44.Dd6 Die zwei Freibauern werden den schwarzen Springer kosten. 44....Da7 45.Dc7 Dxc7 46.Sxc7 Kg7 47.d5 Se7 48.d6 Sc6 49.e6 a3 50.Kc1 Kf6 51.e7 Sxe7 52.dxe7 Kxe7 53.Sd5+ Kd6 54.Sxb6 und der c-Bauer verbietet dem schwarzen König sich sofort dem Königsflügel zuzuwenden, den der Springer freudig weggrasen wird. 54...Kc5 55.Sd7+ Kd4 56.Sf8 Kc3 57.Kb1 g5 58.Sxh7 g4 59.f3 gxf3 60.gxf3 a2+ 61.Kxa2 Kxc2 62.f4 Kd3 63.Sg5
Und die Festung ist gebaut. Der weiße König könnte jetzt auch auf z100 oder soweit wie auch immer stehen - Weiß hat alle Zeit der Welt. 63...Kd2 64.Ka1 Kc1 65.Sf3 Kc2 66.Sh4 Kd3 67.Kb2 Ke3 68.Sg6 Kd2 69.Kb3 Kd3 70.Kb4 Kd4 71.Kb5 Kd5 72.Kb6 Kd6 73.Sh4 Kd5 74.Kc7 Kd4 75.Kd6 1-0
Somit hatten die beiden Pechvögel vom Vortag diesmal ihre Partien gewonnen. Als Marco Thinius auch seinen zweite Partie an diesem Wochenende gewann, schien auch der Mannschaftssieg greifbar:
Schulz,Klaus-Juergen (2379) - Thinius,Marco (2421)
BL 0809 SC Remagen - SF Berlin, 01.03.2009
Stellung nach 43...Tg6:
Nach einer hastigen Zeitnotphase war diese Stellung entstanden. 44.Tg3? Kämpft um die g-Linie, der keine Bedeutung mehr zukommen wird. Möglich war einfach 44.Txg6 Dxg6 45.Ta6 Dg4 46.Dxg4 hxg4 47.Kg2 Tb8 48.Tg6! Txb4 49.Tg5 und es hängt nicht nur der Bauer sondern auch der Läufer. 49...Tb6 (49...Tb2 50.Se6 d3 51.Txg7+ Kh8 52.Kg3 Txe2 53.Td7) 50.Txf5= 44...Txg3 45.Dxg3
45...d3! Plötzlich steht Schwarz auf Gewinn. Wer hält jetzt die Bauern auf? Der weiße Springer kann einem schon leid tun.. 46.Ta1 46.exd3 e3 46...Kh7 46...h4! 47.Dg5 dxe2 48.Te1 h3 49.Txe2 e3 und baldiges Matt. 47.Td1 47.Tg1 d2 48.Td1 e3 ist auch chancenlos. 47...dxe2 48.Te1 Tb8 Mit dem b4 verliert der Springer seine einzige Stütze. 49.Txe2 Versucht nicht einmal zu fliehen. 49.Sb3 Txb4 50.Sc1 und nun sogar 50...Dg6 51.Dxg6+ Kxg6 52.Sxe2 h4 sollte technisch gewonnen sein. 49...Txb4 50.h3 Tc4 51.Db3 Falls sich Weiß wirklich darauf verlassen hat, riss ihn 51...Dd5!
aus seinen Träumen. Schwarz gewinnt Material. 0-1
Leider kamen zu den vier Brettpunkten keine mehr hinzu. Sowohl Arnd als auch Lars standen gegen Mainka bzw. Boidman so schlecht, dass man kurze Zeit später das 4:4 quittieren musste. Ärgerlich für die beiden, die unterwegs wahrlich keine schlechten Stellungen zu verwalten hatten.
Da Hamburg versprechensgemäß im Parallelkampf die Trierer schlagen konnte, beträgt der Abstand nach unten nun immer noch stolze 4 Punkte. Dies würde, zwei Spiele vor Schluss, fast sicher für die Rettung reichen,... wenn nicht Tegernsee doch noch Lust auf ein Jährchen Bundesliga bekommt. In drei Wochen in Bremen wissen wir hoffentlich in vielerlei Hinsicht mehr. Bis bald also.
Die Partien dieses Beitrags online nachspielen:
Online nachspielen
erstellt am 07.03.2009





