NEWS aus der Rennstadt Hockenheim

Erstellt am: 08.07.2016

Hockenheim. Unter Bezugnahme auf den Bericht von Autor Georgios Souleidis vom 03.06.2016 mit dem Titel „Hockenheim verpflichtet zwei Weltklassespieler“ beabsichtigt diese Presseinformation als Ergänzung zum genannten Artikel, den aktuellen Stand der Vorbereitung des Rennstadtteams auf die neue Spielsaison 2016/2017 wieder zu geben.

Nachdem durch russische Medien schon vor Wochen bekannt wurde, dass Anatoli Karpow, der Weltmeister der Jahre 1975-1985 und 1993-1999, noch immer aktiv Schach spielen wird und zwar am Spitzenbrett  seines deutschen Vereins Schachvereinigung 1930 Hockenheim, kann seine Mitwirkung in der 1.Schachbundesliga als große Bereicherung betrachtet werden. Anatoli Karpow, Ehrenmitglied des Hockenheimer Schachclubs seit 1994, spielt bereits seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse an Brett 1, blieb bisher ohne Niederlage bei seinen seltenen aber regelmäßigen Einsätzen und erweist sich noch immer als Publikumsmagnet.

Auch wenn vom 29.-31.Juli dieses Jahres das „Formel 1-Highlight“ auf dem Hockenheimring dominieren wird, spricht man in der Region inzwischen von der „Renn- und Schachstadt Hockenheim“. Zweifellos steht dieser Begriff mit der Schachlegende Anatoli Karpow und der inzwischen sechsjährigen Zugehörigkeit des „Rennstadtteams“ zur 1.Schachbundesliga  in direktem Zusammenhang, zumal man in der Lage ist, mit dem Baden-Württemberg Center am Hockenheimring den Gästen aus Nah und Fern eine der attraktivsten Spielstätten der Metropolregion Rhein-Neckar zu präsentieren.

Zu den sportlichen Aspekten: In der Meldeliste hinter Anatoli Karpow stehen Supergroßmeister Evgeny Tomashevsky, der 2015 auch russischer Landesmeister wurde, Neuzugang Großmeister Nikita Vitiugov (Russland) -Dritter der Europameisterschaften 2016, Großmeister Baadur Jobava (Georgien) sowie seit Meldeschluss Großmeister David Howell aus England.

Sollten die genannten Weltklassespieler in Abhängigkeit vom Turnierplan gegen die stärksten Mannschaften zum Einsatz kommen können, sollte dem Team  in den Prognosen die Bezeichnung Mitfavorit zugeordnet werden können. Mit insgesamt 13 Großmeistern im Kader und den bewährten Großmeistern Ivan Saric (Kroatien), Rainer Buhmann (Hockenheim), Alexander Moiseenko (Ukraine), Csaba Balogh und Tamas Banusz (Beide Ungarn) und den Deutschen David Baramidze, Dennis Wagner und Arik Braun ist der Kader deutlich stärker besetzt als in den letzten Jahren, wobei auch die beiden IM Hannes Rau und Oleg Boguslawski bisher zur Zufriedenheit des Managements agierten.

In Hockenheim bedauert man den Weggang der deutschen Nummer 1 Elisabeth Pähtz und wünscht ihr viel Erfolg auf dem Weg zum Großmeistertitel. Elisabeth Pähtz bleibt aber passives Mitglied in Hockenheim. Als letzter Neuzugang konnte Tuncer Ufuk verpflichtet werden, der Teamcaptain Blerim Kuci entlastend zur Seite gestellt werden soll. Die Jugendbretter werden durch die regionalen Schachtalente Joel De Silva (16 Jahre)  und Marco Dobrikov (11 Jahre) besetzt.

Aufmerksamkeit verdient auch das Hockenheimer Eigengewächs Rainer Buhmann, der als bester Deutscher und Nr.3 der deutschen Rangliste auf bestem Wege ist, in die Liste der Top-Hundert der Weltrangliste vorzustoßen.
Eine Einladung zum Dortmunder Chess-Meeting (09.-17.Juli 2016) zeigt ihn in Kürze auf dem  Höhepunkt seiner Schachkarriere im Kampf mit der Weltspitze


Das Hockenheimer Management verdiente sich im Jahr 2013 mit der Organisation des Finales der Schachbundesliga mit allen 16 Mannschaften im Schwetzinger Schloss das Lob, man hätte mit Schach im Schloss in Deutschland „Neue Maßstäbe gesetzt“. Diese Veranstaltung werden die Berliner Ende April 2017 mit Sicherheit noch übertreffen, da sie zeitgleich auch das Finale der Frauenbundesliga mit ausrichten werden. Die Veranstaltung könnte alles bisher Dagewesene toppen, zumal einige Spitzenvereine nach Verstärkung des Kaders um den Titel „Deutscher Meister 2017“ beim Finale kämpfen werden.

Am Heimspielwochenende 03./04.Dezember 2016 im Baden-Württemberg Center am Hockenheimring wird das Management versuchen, das stärkste Team an den Start zu bringen. Als  Gegner erwartet man den Aufsteiger Speyer-Schwegenheim sowie den mehrfachen Deutschen Meister OSG Baden-Baden. Man darf spekulieren: Ein Treffen der Weltelite am Hockenheimring?

www.sv1930-hockenheim.de
07.07.2016/ Dieter Auer



Über den Autor

Marc Lang

Marc Lang ist selbstständiger Programmierer aus dem schwäbisch-bayerischen Günzburg. Er ist bekannt für seine Blindschachveranstaltungen und hielt bis Dezember 2016 den Weltrekord im Blindsimultan gegen 46 Gegner, aufgestellt 2011 in Sontheim/Brenz. Wenn Sie Fehler auf dieser Webseite finden, stammen sie zu 90% von ihm.

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